chirurgische praxis osterstrasse hamburg

120 Illus RZ fuss  Rückfuß Deformitäten

Arthrose im unteren Sprunggelenk

Als Arthrose beschreiben wir einen natürlichen Verschleißprozess, der die Gelenke betrifft. Unsere Gelenke nutzen sich, je nach individueller Belastung und Beschaffenheit früher oder später ab, es kommt zum Knorpelverschleiß. Da der Knorpel ein nicht regenerationsfähiges Gewebe bildet, sind die Schäden, einmal aufgetreten, nicht mehr selbstheilungsfähig. In einem gesunden Gelenk sorgen eine ungeschädigte Knorpelschicht und eine visköse (zähflüssige), elastisch puffernde Gelenkflüssgkeit für reibungslose Bewegungsabläufe, Schmierung, Stoßdämpfung und Gelenkschutz. Im Arthrosegelenk ist der Knorpel ausgedünnt, die Gelenkflüssigkeit hat ihre viskösen Eigenschaften verloren. Die Folge ist eine schmerzbedingte verminderte Belastbarkeit des Gelenkes. Daraus resultiert – ein Teufelskreislauf – durch abnehmende Bewegung und Belastung des Gelenkes der Rückgang der Viskosität der Gelenkflüssigkeit und somit der Schutz des verbliebenen Knorpels. Das erkrankte Gelenk kann von uns therapiert werden.
Für die erfolgreiche nicht-operative, so genannte konservative Therapie eines erkrankten Gelenkes stehen wirkungsvolle Behandlungsverfahren zur Verfügung.

Fersensporn

Der Fersensporn ist eine dornartige, verknöcherte Erkrankung am zehenwärts gerichteten Fersenbein, der Schmerzen verursacht und durch Überbeanspruchung entsteht. Als vermeintlichen Schutz gegen die Überbeanspruchung lagert der Körper Knochenmaterial im Sehnenansatz ein, was zur Entstehung von Verknöcherungen im Sehnenbereich und zu weiteren Reizungen und verstärkten Entzündungen führt. Ohne Behandlung können sich Probleme mit dem Fersensporn zu einer chronischen Erkrankung entwickeln. Fersensporne besehen oft über sehr längere Zeiträume und verursachen keine Beschwerden. Der Fersensporn tritt bei fast zehn Prozent der Bevölkerung auf, meist zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. In vielen Fällen bleibt er beschwerdefrei, kommt es jedoch zum entzündeten Reizzustand, ist ein normaler Abrollvorgang des Fußes ohne Behandlung oft unmöglich.

Haglundferse

Als Haglund – Ferse wird eine Variante des Fersenbeinkörpers bezeichnet, der in seinem seitlichen und rückseitigen Anteil deformiert ist und zu Schmerzen im Schuhwerk führen kann. Das Fersenbein (Calcaneus) wirkt formbildend am unteren Sprunggelenkes, wo viele Bänder, Sehnen und Muskeln ansetzen. Am rückwärtigen Anteil setzt die Achillessehne an. Durch den Zug der Achillessehne wird der Fuß gesenkt und der Zehenspitzenstand eingenommen werden. Am unteren Fersenbein befinden sich Fußmuskeln und für die Längsgewölbespannung des Fußes zuständigen Plantarfaszie (Plantaraponeurose). Nach vorne hin steht das Fersenbein mit den Fußwurzelknochen in Verbindung, nach oben über das untere Sprunggelenk mit dem Sprungbein. Die Haglund-Ferse ist angeboren, Beschwerden sind nicht notwendigerweise mit ihr verbunden. Dazu führen erst Faktoren wie sportliche Überanspruchung, das Tragen falscher Schuhe und Fußfehlstellungen wie Hohlfuß oder Rückfuß. Dabei kann es zu einer Reizung der Achillessehne zwischen Schuh und Fersenbeinkörper kommen, häufig ist der Schleimbeutels zwischen Achillessehne und dem Fersenbein entzündet. Auch die Achillessehne (Achillodynie) selbst und die Knochenhaut des Fersenbeinkörpers (Periostitis) sind oft mitbetroffen.

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