chirurgische praxis osterstrasse hamburg

120 Illus RZ fuss Vorfuß Deformitäten

Hallux valgus

Der Hallux valgus zählt zu den häufigsten Fehlstellungen der Zehen. Es kommt dabei zu einer Deformation der Großzehe nach außen und einer - auch sichtbaren - Auswachsung des Mittelfußknochens. Ursachen für die Ausbildung eines Hallux valgus können, neben dem jahrelangen Gebrauch von falschen und zu engen Schuhen, auch Fußfehlstellungen sein, beispielsweise Spreiz-, Platt und Knickfüße. Aber auch rheumatische, neurologische und unfallbedingte Fußerkrankungen verursachen das Hallux valgus. Verkrümmte Zehen und schmerzhafte Druckpunkte am Fuß mit der Ausbildung von Hühneraugen markieren das Krankheitsbild. Konservative Maßnahmen wie Zehengymnastik, Polsterung und das Tragen von offenen weiten Schuhen können auch im Frühstadium der Erkrankung eine Verschlechterung nicht immer verhindern, im weiteren Verlauf ist häufig eine Operation notwendig.

Hallux rigidus

Unter einem Hallux rigidus versteht man eine zunehmende, oft mit Schmerzen verbundene Einsteifung des Großzehengrundgelenkes des Fußes als Folge des Verlustes von Knorpelmasse. Dieser Prozess wird als Arthrose (Gelenkverschleiß) bezeichnet. Das Großzehengrundgelenk ist beim Abrollvorgang einer enormen Druckbelastung ausgesetzt, im Rahmen der Erkrankung kommt zur massiven Entwicklung von schmerzhaften Knochenwucherungen. Diese sind oft durch die Haut ertastbar bzw. sichtbar und führen häufig zu schmerzhaften Entzündungen im Bereich des Großzehengrundgelenkes. Die Erkrankung ist durch die konservative Therapie kaum heilbar, führen knorpelaufbauende Spritzen oder Tabletten zu keiner Besserung, verspricht beim beim Hallux rigidus meist erst eine Operation zu einer dauerhaften Verbesserung.

Hammerzehen

Hammerzehe nennt man die Fehlbildung von Zehen. Dabei wölbt sich das Mittelglied nach oben, das Endglied ist hammerartig nach unten gebogen. Diese Fehlstellung findet sich häufig in Kombination mit weiteren Fußerkrankungen wie dem Hallux valgus oder einem Spreizfuß. Unterschieden werden bei der Hammerzehe anlagebedingte Ursachen (Spreiz-, Platt- und Knickfuß) und erworbene Ursachen, das Tragen von engen und hohen Schuhen zählt dazu. Durch fehlende Bewegung und ständige Unterstützung der Fußmuskulatur durch das Schuhwerk verkümmern die Fußmuskeln, der Zug der Beugemuskulatur steigt und die Zehenverkrümmung nimmt zu. Die Beugemuskulatur verkürzt sich im Lauf der Zeit immer weiter und die Zehen werden zusätzlich verkrümmt. Eine dauerhafte Verbesserung schafft nur eine Operation.

Zehennagelerkrankunge

Eingewachsene Nägel – meist beim großen Zehennagel – zählen zu häufigen Beschwerden im Fußbereich, Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Diese Erkrankung kann sehr schmerzhaft sein und muss behandelt werden, um schlimmere Folgen auszuschließen, bei entsprechender Pflege und rechtzeitigem Arztbesuch ließen sich Operation häufig vermeiden. Beim „Unguis incarnatus“ wächst der Nagel in die Nagelfalz ein, schmerzhafte Entzündungen und Granulationsgewebe sind die Folge. Verursacher sind dabei häufig zu enge Schuhe.

Metatarsalgie

Metatarsalgie ist ein medizinischer Sammelbegriff für die am Mittelfuß auftretenden, meist belastungsabhängigen Schmerzen, wenn die zweiten bis fünften Zehen und zugehörige Mittelfußknochen betroffen ist. Dabei wird unterschieden zwischen primären Metatarsalgien mit einer örtlich am Mittelfuß zu lokalisierenden Ursache und sekundären Metatarsalgien bei systemischen Krankheitsbildern wie Gicht, Rheuma oder Störungen der Durchblutung.

Morton Neuralgie

Die Morton-Neuralgie, die auch Morton Metatarsalgie oder Morton Syndrom genannt wird, bezeichnet eine schmerzhafte, kolbenförmige Verdickung (sog. Neurom) oder eine Ausdünnung der Plantarnerven zwischen den Köpfchen der Mittelfußknochen. Meist tritt die Verdickung zwischen Zeh III und IV auf, begleitet von starken Schmerzen mit der typischen Schmerzlokalisation im Mittelfuß, häufig bei Patienten mit Spreizfuß. Das Neurom ist eine Reaktion der Plantarnerven auf chronisch-mechanische Reizung z. B. beim Spreizfuß. Bei der Diagnose und der Frage nach der weiteren Behandlung spielt die Grösse des Morton-Neuroms eine wichtige Rolle.

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