chirurgische praxis osterstrasse hamburg

120 Illus RZ gelenk  Schultererkrankungen und Verletzungen

Impingementsyndrom

Als Impingementsyndrom wird die Einengung des Gleitraumes für die Sehnen der Rotatorenmanschettenmuskulatur und den Schleimbeutel zwischen Oberarmkopf und Schulterdach bezeichnet. Das Impingementsyndrom tritt meist bei älteren Patienten auf.

Rotatorenmanschettenruptur (Rotatorenmanschettenriß)

Die Rotatorenmanschette zieht vom Schulterblatt zum Oberarmkopf und setzt sich aus vier Sehnen zusammen. Die Rotatorenmanschette sorgt für die Stabilisierung der Schulter, die Innen- und Außenrotation und ist darüber hinaus für das seitliche Abspreizen des Armes zuständig. Ein Riss dieser Strukturen, meist der so genannten „Supraspinatussehne“, ist häufig die Folge von Unfällen oder Stürzen, oft aber auch eine Folge von Verschleiss der Sehnen.

Ruptur der langen Bizepssehne

Eine Struktur, die über ganz ähnliche Mechanismen zu Schaden kommen kann, ist die proximale Sehne der langen Bizepssehne. Diese Sehne entspringt an der Gelenkspfanne zwischen Oberarmkopf und Rotatorenmanschette, tritt unter der Rotatorenmanschette hervor und verläuft in einem Knochenkanal des Oberarmes, wo sie durch eine Sehnenscheide geschützt wird.

Schultergelenksarthrose

Der Verschleiß des Schultergelenkes macht sich, wie auch bei den Kniegelenken, durch eine Verminderung und Zerstörung der Substanz des Knorpels bemerkbar. In der Folge reiben Oberarmkopf und Gelenkpfanne aufeinander, was zu einer schmerzhaften Gelenkentzündung und darüber hinaus zu einer zunehmenden Bewegungseinschränkung führt, insbesondere wenn das Schultergelenk zusätzliche Knochenanbauten ausbildet. Häufig ist die Ursache des Schultergelenkverschleißes nicht bekannt, oft tritt dieser aber auch als Folge eines anderen Schulterschadens auf. Wenn durch eine konservative Therapie keine deutliche Besserung erzielt wird, besteht beim bei fortgeschrittenen Schultergelenkverschleiß die Indikation zum künstlichen Schultergelenk (Schultergelenkendoprothese).

Schulterluxation, Schulterinstabilitäten

Das Schultergelenk ist besonders anfällig für Instabilitäten oder Verrenkungen (Luxationen), denn vorwiegend wird es durch die Gelenkkapsel, Bänder, Sehnen und Muskeln stabilisiert. In der chirurgischen Praxis wird die unfallbedingte (traumatische) von der anlagebedingten (habituellen) Schulterinstabilität unterschieden. Eine unfallbedingte Schulterluxation führt meist zu einer Abscherung der Gelenklippe vom Pfannenrand sowie zu einer Dehnung oder dem Einriss der Gelenkkapsel. So entsteht sehr häufig eine erworbene chronische Instabilität der Schulter (rezidivierende Schulterluxation).

Schultereckgelenksarthrose

Durch Verschleiß oder infolge einer früheren Verletzung kommt es zu Schmerzen im Schultereckgelenk (AC-Gelenk). Diese treten besonderes bei der seitlichen Armhebung auf und sind häufig kombiniert mit anderen Schultererkrankungen.

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