chirurgische praxis osterstrasse hamburg

120 Illus RZ gelenk Sprunggelenkserkrankungen und Verletzungen

Arthrose des Sprunggelenks

Die Sprunggelenke verbinden den Fuß mit den Unterschenkeln und sind für alle Arten menschlicher Fortbewegung, ob Gehen, Radfahren oder Laufen, von elementarer Bedeutung. Die Arthrose ist eine Verschleißerscheinung, der Knorpel ist beschädigt, kleinere Knorpelteile lösen sich ab, Entzündungsreaktionen der Gelenkinnenhaut sind die Folge. Es können Knochenwülste am Innenrand des Gelenks entstehen, die die Gelenkkapsel reizen und Schmerzen verursachen. Der Körper reagiert darauf durch zunehmende Einsteifung des Gelenks. Oft kommt es nach Außenknöchelbrüchen zur Arthrose, nach Sprunggelenks-Bänderrissen oder durch Stoffwechselerkrankungen und durch den natürlichen Alterungsprozess.

Impingement am Sprunggelenk

Schäden der Gelenkflächen verursachen Schmerzen, Beschwerden im vorderen Anteil des oberen Sprunggelenks beruhen häufig auf einem sog. „Impingement“, das sind häufig degenerative Veränderungen an der Tibiavorderkante und am Talus, die zu einer Einklemmung bei der Fußhebung an der Vorderseite des Sprunggelenks führen.

Bandinstabilitäten am Sprunggelenk (Außenbandruptur)

Das Außenband des oberen Sprunggelenkes setzt sich zusammen aus drei Bändern. Beim Umknicken nach außen kommt es häufig zu einer Zerrung oder dem Riss des „lig. fibulotalare anterior“ oder des „lig. fibulocalcaneare“, die komplette Zerreißung aller Bänder kommt nur selten vor. Bei einer Fehlheilung verbleibt eine chronische Instabilität, weshalb diese Patienten immer wieder schon bei der kleinsten Fehlbelastung umknicken. In diesen Fällen ist eine operative Bandplastik erforderlich.

Osteochondrosis dissecans des Talus

Eine seltene Erkrankung des Sprunggelenks ist die Osteochondrosis dissecans. Es handelt sich dabei um ein Absterben von Knochenbezirken unter dem Knorpel des Sprungbeines. Oft ist dabei die so genannte Talusrolle (Innenseite des Sprungbeins) betroffen.

Freie Gelenkkörper im Sprunggelenk

Ursache von Gelenkblockierungen sind oft so genannte freie Gelenkkörper. Sie klemmen sich im Gelenkspalt ein und führen zu schmerzhaften Funktionsstörungen sowie vorzeitigem Gelenkverschleiß. Freie Gelenkkörper sind häufig Knorpel-Knochenteile, die durch äußere Gewalteinwirkung wie Verrenkungen, Stürze oder durch Wucherungen der Gelenkschleimhaut entstehen. Die arthroskopische Entfernung der Gelenkkörper ist eine oft praktizierte Therapieform.

Knorpelschaden

Das Sprunggelenk ist eines der am stärksten belasteten Gelenke des Körpers, es muss bei jedem Schritt das gesamte Gewicht des Körpers tragen. Durch diese Belastung entstehen Verletzungsgefahren, die die Bänder und die Knochen betreffen. Verletzungen des Sprunggelenks kommen häufig vor, hinzu kommen andauernde Belastungen, denen viele Abnutzungserscheinungen geschuldet sind, besonders Schädigungen des Knorpels zählen dazu, die Behandlung ist kompliziert, weil das Gelenk unregelmäßig geformt ist.

Sprunggelenksfrakturen

Frakturen am Sprunggelenk kommen in der ärztlichen Praxis sehr häufig vor. Sie sind die Folge von Stürzen, entstehen durch Umknicken oder bei Sprüngen. Eingeteilt werden die Sprunggelenkfrakturen nach der Beteiligung des Innen- oder Außenknöchels sowie der Frakturhöhe am Wadenbein. entscheidend ist dabei auch, ob die Verbindung (Syndesmose) zwischen Wadenbein und Schienbein zerstört ist, denn diese sorgt für die Stabilität des Gelenks. In den allermeisten Fällen muss eine operative Versorgung erfolgen, um Spätschäden wie insbesondere eine Arthrose zu vermeiden.

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