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Kreise Ikons RZ Hand  Handverletzungen

Fingerfrakturen

Frakturen der Finger (Brüche) sind gelegentlich operationsbedürftig. Besonders gilt dies, wenn der Frakturspalt in ein Gelenk hineinragt und nach der Ausheilung eine Bewegungseinschränkung zurückbleiben würde. Hier ist eine Fixierung der Fragmente mittels Kirschnerdraht oder kleinen Schrauben notwendig.

Mittelhandfrakturen

Die Spiralfraktur des Mittelhandknochens als Folge eines Sturzes, einer Quetschung oder eines direkten Schlags auf die Hand hat eine Schwellung, Druckschmerz des Handrückens und schmerzhafte Fingerbeweglichkeit zur Folge. Bei unverschobenen Frakturen kann eine konservative Behandlung erfolgen, bei verschobenen Frakturen erfolgt eine Operation.

Handwurzelfrakturen

Die Fraktur (Bruch) eines Handwurzelknochens ist eine Unterbrechung des knöchernen Handskeletts. Die Handwurzel wird von acht Knochen, den sog. Handwurzelknochen, gebildet. Bei einem Handwurzelbruch ist am häufigsten das „Os scaphoideum“ (Kahnbein) betroffen. Die Fraktur der Handwurzelknochen ist meist eine Folge von Sport- oder Alltagsunfällen. Neben einer Schwellung des Handgelenks und Druckschmerzen klagt der Patient vor allem über Bewegungsschmerzen und daraus resultierende Funktionseinschränkungen des Handgelenks Ein gebrochener Handwurzelknochen, der keine Verschiebungen der frakturierten Knochenenden aufweist, wird konservativ behandelt. Ist die Fraktur seitlich oder längs verschoben, müssen auf operativem Wege die Bruchlinien gerichtet und stabilisiert werden. Nach der Heilung des Bruchs sind krankengymnastische Übungen zur schnellen Herstellung der Beweglichkeit wichtig.

Beugesehnenverletzungen an der Hand

Ein Langfinger verfügt über zwei Beugesehnen der Daumen über eine Beugesehne, die diesen mit den Beugemuskeln im Unterarm verbinden. In ihrem Verlauf werden die Beugesehen durch Sehnenscheiden geschützt und geführt. Mehrere Ringbänder halten die Sehnen eng am Knochen. Eine Beugesehnenverletzung zählt wegen der speziellen anatomischen Verhältnisse zu den schwerwiegenden Verletzungen. In der Regel lässt sich bei einem Trauma der Finger nicht mehr richtig beugen - jedoch wenn eine Sehne betroffen ist bleibt eine Teilbewegung erhalten. Der medizinische Fortschritt der letzen Jahrzehnte brachte Operations- und Nachbehandlungsverfahren hervor, die erfolgreiche Therapieformen ermöglichen.

Verletzungen der Strecksehnen

Von der Muskulatur am Unterarm ziehen zwei Strecksehnen über den Handrücken zu den Fingern, die eng miteinander gekoppelt sind. Strecksehnenverletzungen ohne die Einwirkung großer Kräfte treten nur am Endglied der Finger auf. An dieser Stelle kann die Strecksehne reißen, auch wenn nur leichte Kräft einwirken. Im Vergleich zur Verletzung der Beugesehnen (s.o.) sind Verletzungen der Strecksehnen meist harmloser. Nach einer Verletzung der Strecksehnen kann der Patient die Finger nicht mehr richtig strecken. Kann der Patient das Endglied nicht mehr strecken, resultiert daraus ein „Hammer-Finger“. Häufige Ursache von Strecksehnenverletungen sind Schnitt- oder Sägeverletzungen die operativ versorgt werden müssen.

Bandverletzungen am Handgelenk

Die Handwurzelknochen werden durch ein komplexes Bandsystem stabilisiert, damit das Handgelenk in jeder Position schmerzfrei belastet werden kann und Fehlbelastungen der Gelenkflächen vermieden werden. Verletzungen der Handwurzelbänder verursachen die Instabilität und vorzeitigen Handgelenkverschleiß. Verletzungen der Handwurzelbänder entstehen durch Einwirkungen von Außen, etwa Unfälle, Stürze auf die Hand etc. Typische Folgen sind Schmerzen im Handgelenkes und Schwellungen, die bei Bewegung und Belastung zunehmen - operative Maßnahmen sind je nach schweregrad der Verletzung erforderlich.

Seitenbandriss am Daumen (Skidaumen)

Eine klassische Bandverletzung der Hand ist der so genannte „Skidaumen“. Die Funktion des menschlichen Daumens ist in der Natur einzigartig. Der Daumen kann den Langfingern gegenübergestellt werden und ermöglicht damit der menschlichen Hand, einen festsitzenden Verschluss einer Flasche ebenso zu öffnen wie einen schweren Gegenstand festzuhalten. Dies ist jedoch nur möglich, wenn der Daumen im Daumengrundgelenk stabil ist. Diese Stabilisierung wird durch Bänder ermöglicht. Bei einem Abriss eines Bandes am Daumengrundgelenk ist der Daumen instabil; d.h. es kommt bei zahllosen Tätigkeiten der Hand immer wieder zu einem "Wegklappen" des Daumens im Daumengrundgelenk. Am häufigsten ereignet sich ein solcher Bandriss beim Skifahren: Der Daumen wird dabei nach außen überdehnt. Durch Röntgenaufnahmen lässt sich erkennen, ob ein Knochen gebrochen ist. Nach einer Zerrung (Distorsion) kann genügen, den Daumen ruhig zu stellen. Ein Riss des Bands - oder ein knöcherner Ausriss – erfordern zur Wiederherstellung der Funktionalität des Daumens die Operation. Anschließend wird der Daumen ruhig gestellt. Nach sechs Wochen sollte die krankengymnastische Weiterbehandlung erfolgen, um die Beweglichkeit des Daumengrundgelenks wieder herzustellen.

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