chirurgische praxis osterstrasse hamburg

120 Illus RZ Unfall Verletzungen der oberen Extremität

Der Schlüsselbeinbruch (Klavikulafraktur)

... zählt – zusammen mit dem Speichenbruch – bei Erwachsenen zum zweithäufigsten Knochenbruch. Der Schlüsselbeinbruch entsteht zumeist infolge eines Sturzes auf die Schulter. Sehr häufig tritt er daneben auch bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen auf. Häufig ergibt sich schon bei der klinischen Untersuchung die Diagnose durch eine lokale Schwellung, Druckschmerz, tastbare Knochenenden unter der Haut oder Knochenreiben (Krepitation). Die Diagnose wird durch eine Röntgenuntersuchung bestätigt. Bereits Hippokrates beschrieb die Behandlung des Schüsselbeinbruchs durch Ruhigstellung, die operative Behandlung wird erfolgreich seit 50 Jahren praktiziert.

Schultereckgelenksprengung (Tossy III)

Vor allem Jugendlichen erleiden bei Sportunfällen und Stürzen häufig eine Sprengung des Schultereckgelenks. Die Schwere der Verletzung kann von der Bänderzerrung im Schulterbereich bis zum Riss sämtlicher Bänder reichen. Hierbei wird das Schlüsselbein aus der normalen Stellung herausgehoben. Bei einem Bänderriss federt das Schlüsselbein beim Niederdrücken wie eine Klaviertaste zurück. Die Schultereckgelenksprengung kann häufig durch konservative Methoden und Ruhigstellung behandelt werden. Bei schwereren, so genannten „Tossy III“-Verletzungen, muss jedoch vor allem bei jüngeren, im Beruf aktiven Patienten bei konservativem Vorgehen mit Einschränkungen der Schulterfunktionen gerechnet werden. In diesem Fall raten wir zu einer Operation, die meist erfolgreich und ohne Komplikationen durchgeführt werden kann.

Weitere häufig zu behandelnde Knochenbrüche sind die Oberarmkopffraktur, die Ellenhakenfraktur, die Unterarmfraktur und die Radiusfraktur.

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